RAL 8019 Graubraun
Kräftig und ruhig. Nimmt Licht aus dem Raum, wirkt auf Möbeln und Türen sehr wertig.
RAL 8019 Graubraun gehört zu den dunkelsten Tönen seiner Familie und trägt mit dem Hexwert #3e3634 kaum noch Helligkeit in sich. Er ist kein Braun im warmen Sinn und kein Grau im kühlen, sondern eine Mischung, die beides zurücknimmt und stattdessen etwas Erdiges, fast Vulkanisches zeigt. Verglichen mit helleren Verwandten wirkt er schwer und kompakt, wie nasser Basalt oder verkohltes Holz. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern gibt einem Raum eine stille, fast schwermütige Tiefe.
Auf großen Flächen verhält sich Graubraun wie ein Schwamm für Licht, er nimmt es auf, statt es zu spiegeln. Bei kräftigem Tageslicht zeigt sich ein feiner brauner Schimmer, der den Ton lebendig macht, ohne ihn heller wirken zu lassen. Fehlt das Licht, etwa in einem Raum nach Norden oder am Abend, kippt er fast ins Schwarze und verliert jede Wärme. Auf Türen und Möbelfronten entsteht so eine Fläche, die je nach Blickwinkel changiert, auf Fliesen wirkt er wie geölter Stein, auf Metallteilen wie eine dunkle Patina.
Zu Graubraun passen Hölzer mit dunkler, geschlossener Maserung besonders gut, etwa gebeizte Eiche oder dunkler Nussbaum, während helles Holz neben ihm blass und unentschieden wirkt. Bei Metallen harmoniert er mit brüniertem Stahl und altem Kupfer, die seine erdige Schwere aufnehmen, während poliertes Chrom zu hart und kalt daneben steht. Textilien aus schwerem Leinen, Filz oder dunkler Wolle unterstreichen seinen erdigen Charakter, glänzende Seide dagegen wirkt fremd. Auf Naturstein wie Schiefer, Basalt oder dunklem Granit verschwindet die Grenze zwischen Farbe und Material fast vollständig.
Neben RAL 6022 Braunoliv entsteht eine gedeckte, fast militärische Stimmung, bei der beide Töne sich die erdige Basis teilen und der Olivanteil eine leichte Frische einbringt. RAL 6015 Schwarzoliv daneben zieht Graubraun noch weiter ins Dunkle und lässt beide Töne fast wie Schattierungen derselben Nacht wirken, geeignet für Flächen, die bewusst zurückhaltend bleiben sollen. RAL 8017 Schokoladenbraun bringt dagegen mehr Wärme mit und macht die Kombination weicher, weil sein Rotanteil dem kühleren Graubraun etwas Behagliches entgegensetzt.
Verwechseln lässt sich Graubraun am ehesten mit RAL 6006 Grauoliv und RAL 6008 Braungrün, beide liegen in ähnlicher Tiefe. Der Unterschied zeigt sich im Unterton: Grauoliv trägt einen grünlichen Schimmer, der bei Tageslicht deutlich hervortritt, Graubraun dagegen bleibt neutral und kippt eher ins Braune. Braungrün wirkt kühler und mineralischer, fast wie feuchter Ton, während Graubraun trockener und dunkler bleibt, fast wie verbranntes Holz. Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Graubraun ohne den grünen Anteil auskommt, der die beiden anderen Töne prägt.
Wofür unsere Kunden RAL 8019 bestellen
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Möbel und Küchenfronten 39 %
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Fliesen und Bad 14 %
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Holz im Außenbereich 12 %
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Metall und Geländer 8 %
Andere kombinieren so
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